Kinderberichte zur Klassenfahrt:

Wir hatten sechs Zimmer, zwei für die Jungen und vier für die Mädchen. Frau Tutsch war alleine in einem Zimmer. Es gab Hochbetten und Einzelbetten. Wir hatten uns für jedes Zimmer einen Namen ausgedacht: Smiley-WG, Girlszimmer, Pferdezimmer, Lollipop, Fußballzimmer und Die kämpferischen Vier. Morgens gab es leckere Brötchen mit Aufschnitt. Auch warme und kalte Getränke wurden angeboten. Am ersten Mittag durften wir Graupensuppe mit Brötchen und Würstchen genießen. Beim Mittagessen am nächsten Tag gab es Nudeln mit Soße. Die drei Klassen aßen sehr viel Salat. Abends gab es Brote mit Belag.
(Elisa, Finja, Johanna H., Lara)

Nachdem wir unsere Sachen ausgepackt und unsere Betten gemacht hatten, wurden wir alle zusammengerufen. Wir lernten unsere Begleiter Daniel, Jean und Pia kennen. Dann gingen wir zum Sportplatz, wo ein Ritterturnier aufgebaut wurde. Es gab eine Quintana, Ringstechen, Armbrustschießen, Münz-, Hufeisen- und Baumstammwerfen. Wir wurden in zwei Orden aufgeteilt. Wir nannten uns „Die 10 mutigen Ritter“ und „Die ritterlichen 11“. An jeder Station hatten wir fünf Minuten Zeit zum Üben und fünf Minuten um Punkte zu sammeln. Zum Schluss hatten wir genügend Punkte erreicht.
(Lucas, Moritz, Rahel, Yamen)

Am Abend gingen wir ohne Taschenlampen in den Wald, zunächst zum alten Burgverlies. Dort war es sehr dunkel. Mitten im Wald haben wir ein Spiel gespielt. Das ging so: Wir mussten einen Kreis bilden. Dann wurde eine Fledermaus und eine Motte ausgesucht. Die Fledermaus bekam eine Augenbinde. Sie musste „Motte, Motte“ sagen und die Motte musste dasselbe zurücksagen. Im Dunklen musste die Fledermaus die Motte fangen. Danach konnten wir einen Weg gehen, der nur durch Kerzen zu erkennen war. Als wir an der Burg ankamen, haben wir Blanki, das Burggespenst, gesehen. Es hatte ein weißes Hemd an und trug einen Ritterhelm. Als es vor uns floh, verlor es seine Schlüssel. Wir sammelten sie auf und legten sie in den Kamin im Rittersaal. Manche haben noch einen Brief an Blanki geschrieben und diesen dazugelegt.
(Finn, Nelly, Paula, Simon)

Am 2. Tag gingen wir mit den anderen zwei Klassen 4a und 4c vormittags in einen Wald, der in der Nähe der Burg war. Dort wurde uns eine Legende von Zwergen, Waldschraten und Edelsteinen erzählt. Nach der Geschichte sollten wir ein rundes Schutzlager um einen großen Baum aus Stöcken, größeren Baumstämmen und Laub machen. Im Lager bauten wir eine Feuerstelle aus Steinen und Ästen. Ein paar Bänke aus dicken Baumstämmen rollten wir an die Feuerstelle. Als alle Klassen fertig waren, wurden wir zusammen getrommelt. Nun wurde ein Spiel angesagt. Das ging so: Es gab eine Kauffrau (Pia). Von ihr bekam man, wenn man höflich fragte, grüne Erbsen, rote Bohnen und gelbe Kichererbsen. Dann musste man die Lebensmittel gegen Edelsteine eintauschen. Die roten Bohnen konnte man bei einer Hexe (Frau Simons) eintauschen, die grünen Erbsen bei einer Fee (Frau Esser) und die gelben Kichererbsen bei einem Zauberer (Frau Tutsch). Aber Vorsicht: Es gab auch Waldschrate (Daniel und Jean). Sie konnten alle Kinder mit ihrer Keule abwerfen und fangen. Aber das Spiel funktionierte nur, wenn zwei Kinder als Paar zusammenwaren. Wenn ein Waldschrat ein Kind fing, musste das andere es mit einem Edelstein freikaufen. Zum Schluss wurden die Edelsteine jeder Klasse zusammengezählt. Man brauchte 120 Edelsteine. Wir hatten 148.
(Alexander, Emily, Philip, Tyler, Viktoria)

Am Nachmittag machten wir eine Rallye auf dem Burggelände. Daniel erzählte uns, dass Blankis riesiges Schlüsselbund durch einen Bombenangriff zerstört wurde. Alle Schlüssel flogen in die vier Himmelsrichtungen. Unsere Aufgabe war es, von den sechs Figuren (Hexe (Pia), Hofnarr (Frau Tutsch), Mönch (Frau Simons), Grafentochter (Frau Esser), Drache (Jean), Waffenmeister (Daniel)) jeweils ein bis zwei Schlüssel zu holen. Wir gingen z. B. zum Mönch und fragten ihn höflich: „Was können wir für Sie tun, um einen Schlüssel zu bekommen?“ Er antwortete: „Der Drache nebenan fliegt jede Nacht aus seinem Käfig und klaut mir einen Schlüssel aus meiner Schlüsselsammlung. Wenn ihr mir Drachenfunken bringt, könnt ihr einen Schlüssel haben.“ Wir gingen zur Grafentochter und fragten sie höflich: „Haben Sie Drachenfunken für uns?“ Doch sie antwortete: „Ich habe keine Drachenfunken für euch.“ Anschließend gingen wir weiter zum Waffenmeister. Wir fragten ihn, ob er Drachenfunken für uns hätte. Daraufhin erwiderte er: „Ja, aber ich rücke erst welches raus, wenn ihr mir ein Goldstück bringt.“ Wir fragten die Hexe, ob wir ein Goldstück haben dürften. „Ja, ich gebe euch ein Goldstück, wenn jeder mir ein Kunststück vorführt.“ Jeder führte ein Kunststück vor. Die Hexe gab uns das Goldstück. Sofort rannten wir zum Waffenmeister und gaben ihm das Goldstück. Anschließend bekamen wir die Drachenfunken. Mit ihnen liefen wir zum Mönch. Er erklärte uns, wie es nun ablief. Der Mönch zündete die Drachenfunken an. Der Drache schlief durch die Funken ein. Schnell liefen wir in den Drachenkäfig und suchten den Schlüssel. Wir mussten raus sein, bevor die Drachenfunken erloschen waren.
(Eyleen, Johanna M., Leonie, Ronja)

Vor dem Abendessen hatten Jean und Daniel die Ehre, uns zu Rittern und Ritterinnen zu schlagen. Pia durfte ein paar Mädchen zu Burgdamen ernennen. Um 20 Uhr versammelten wir uns im Rittersaal und feierten eine Party. Frau Esser hatte einen großen CD-Player mit Diskolicht mitgebracht. Bei lauter Musik wurden Unmengen von Süßigkeiten verzehrt.
(Elisa, Finja, Johanna H., Lara)